8 neue Google Analytics Funktionen

Im offiziellen Google Analytics Blog wurden heute neue Analytics Funktionen vorgestellt.

Ziele

  • Ab jetzt können bis zu 20 Ziele pro Profil überwacht werden (anstatt bisher 4)
  • Außerdem können die Metriken “Besuchszeit auf der Seite” und “Seiten / Zugriff” in Zielen verwendet werden.

Mobile Tracking

  • Jetzt können auch Webseiten-Zugriffe von mobilen Geräten getrackt werden, die kein Javascript unterstützen (!). Dazu stellt Google einige Code Snippets für ASP, JSP, PHP und Perl bereit, die auf dem eigenen Server eingebunden werden müssen.
  • Tracking von Android- und iPhone Anwendungen (!) mittels Google Analytics for Mobile Apps SDK

Erweiterte Filter

Auf dieses Feature habe ich wirklich gewartet. Wer kennt es nicht: ewig lange Tabellen mit tausenden von Keywords. Wollte man diese Tabelle nun beispielsweise nach der Absprungrate sortieren, so hatte man bisher immer das Problem, dass Keywords die nur wenige Besucher auf die Seite brachten keine aussagekräftige Daten hatten aber die Tabelle “zumüllten”.

So hatte man dann etwa 100e Keywords mit einer Absprungrate von 100% auf den vorderen Plätzen, die jeweils nur einen einzigen Besucher brachten. Durch erweiterte Filter ist das nun vorbei! So kann man z.B. nur Datensätze anzeigen lassen, die mindestens 50 Besucher im Berichtszeitraum gebracht haben. Super! Beispielvideo

Mehrere Benutzerdefinierte Segmente

Auch das ist ein Feature, das ich bisher schmerzlich vermisst habe. Bisher konnte man mittels _setVar(‘xxx’) eigene Benutzersegmente erstellen. Allerdings konnte jeder Besucher nur maximal einem Segment zugewiesen werden. Hatte man beispielsweise seine Segmente in “Interessent” und “Kunde”  aufgeteilt, so konnte man keine Segmente “Mann” und “Frau” mehr benutzen, da jeweils eines der Segmente gespeichert wurde.

Jetzt ist es nicht nur möglich unterschiedliche “Benutzervariablen” zu definieren, sondern diese auch noch in unterschiedlichen Gültigkeitesbereiche zu gruppieren:

  • Visitor Scope
    Gültig für den Besucher
    Hier können Variablen definiert werden, wie Membership (“Premium”, “Standard”, “not-registered”) oder demographische Daten (geclustered) wie Alter, Geschlecht, Einkommen (sofern diese von der Seite erhoben werden, etwa beim Registrieren)
  • Session Scope
    Gültig für die aktuelle Session (=Besuch)
    Hier kann man Werte speichern, die mit dem Verhalten des Besuchers innerhalb der aktuellen Session zu tun haben. z.B: “Hat einen Kommentar geschrieben”, “Hat Rubrik xxx angeschaut”
  • Page Scope
    Gültig für die aktuelle Seite
    Damit kann man nun das genaue Verhalten des Benutzers auf einer Seite analysieren. z.B: “hat auf Bild x geklickt”, “hat Video abgespielt”, “hat Formularfeld ausgefüllt”, etc.
    Dieser Scope ist vor allem dann interessant, wenn man gezielt einzelne Landingpages optimieren möchte.

Benutzerdefinierte Reporte

Bei den benutzerdefinierten Reporten gibt es gleich zwei neue Features:

  • Sharing: Einen benutzerdefinierten Report kann man nun problemlos an andere Leute per Email senden, die ebenfalls einen Google Analytics Account haben (diese müssen aber keinen Zugriff auf das aktuelle Profil besitzen)
  • Die Sichtbarkeit den erweiterten Segmente und benutzerdefinierten Berichten können nun auf einzelne Profile beschränkt werden.

Analytics Intelligence

Dieses Feature ist mein neues Lieblingsfeature: Durch Analytics Intelligence werden automatisch ungewöhnliche Ausschläge erkannt und als “Alert” markiert. Wie hoch ein Ausschlag sein muss, damit er von Google Analytics als Alert angezeigt wird kann man durch einen Regler einstellen.

Zusätzlich zu den automatischen Alerts können auch benutzerdefinierte Alerts erzeugt werden – und das ist mal wirklich ein Killerfeature! So kann ich beispielsweise einen benutzerdefinierten Alert erzeugen, der mich (auf Wunsch per Email) benachrichtigt wenn die Conversion Rate von Besuchern, die von einer Bannerkampagne kommen, unter 10% sinkt.

Oder einen Alert, wenn meine Besuchszahlen um 20% (im Vergleich zum Vortrag, zur Vorwoche, etc.) gesunken sind. Oder mein E-Commerce Umsatz plötzlich gesunken ist. Oder, oder, oder. Das ist DAS Feature für alle Analytics Muffel, die sich nur unregelmäßig in Ihren Account einloggen aber trotzdem über alle kritischen KPIs überwachen möchten. Gerade wenn man mehrere Projekte überwachen will, ist dieses Feature unglaublich hilfreich. Beispielvideo

Analytics Intelligence ist noch nicht in jedem Analytics Konto verfügbar, wird aber in den nächsten Wochen freigeschaltet.

Mehr darüber gibt’s wie immer auch bei Timo Aden, Frank Reese, und sicherlich auch im nächsten Mole2 Webanalytics Podcast ;)

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Erweiterte Filterung

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